Die Welt des Klangs

Vom Ursprung

Um in die Tiefen des Klanges vorzudringen, ist es durchaus sinnvoll an seinen Ursprüngen zu rütteln. Interessant ist hierbei, dass in vielen alten Schöpfungsmythen, neben dem Atem, auch ein Bezug zum Klang herge- stellt wird. Im finnischen Helden- gedicht "die Kalevala" beginnt der Entstehungs- prozess mit den Worten Luonnatars, aus denen ein weißer Vogel erwuchs. In Ägypten ist es die Stimme Nuns, die Gott Atum aus sich selbst heraus zeugte. Bei den Ureinwohnern im Westen und Südwesten in den USA ist es das Heulen eines Kojoten, der die Dunkelheit durchbrach und mit diesem zu erschaffen begann. In der Bibel ist es das Wort, was im Anfang und bei Gott war und ist. In den alten indischen Überlieferungen, in den Veden, ist auch von »Nada Brahma« die Rede, was soviel bedeutet wie: »Die Welt ist Klang«. Christine Stecher schreibt in ihrem Buch ‘Mantras. Die Sprache der Götter’ auf Seite 31: Die indischen Seher und Weisen des Altertums unterschieden zwischen mehreren Arten von Klang. Zunächst erkannten sie, daß es hörbare und unhörbare Klänge gibt. Wir wissen heute, daß das menschliche Ohr nur Schallwellen zwischen 16 und 16000 bis 20000 Hertz wahrnehmen kann (im Alter oft nur noch bis 5000 Hertz). Doch darüber und darunter existiert eine Fülle von Klangfrequenzen, die das menschliche Da- sein ebenfalls berühren und den Kosmos erfüllen. Manche dieser Töne können in Meditation oder Trance wahrgenommen werden. Wir sind umgeben von unzähligen Klängen. Sie bilden Vibrati- onen und Klangformen, die uns durchdringen, in Schwingung versetzen, eben einen Einfluß auf uns ausüben. Schon in alten Zeiten wurde diskutiert, ob nicht auch Planeten mit ihren Virbrationen Töne erzeugen und diese eine Wirkung auf uns Menschen haben. Die Stichworte sind hier die sog. Sphärenharmonie oder Sphärenmusik der Planeten (z.B. Johannes Kepler, Hans Cousto) - eine Vertiefung würde aber hier zu weit führen. Ein kleiner Ausflug sei an dieser Stelle noch in den traditionel- len Shintoismus gestattet. Stefan Stenudd schreibt in seinem Buch ‘Aikido. Die friedliche Kampfkunst’ auf Seite 161:  Im traditionellen Shintoismus gibt es ein System von Kosmologie und Mystik, das kototama genannt wird, und welches das Weltall ausgehend von Lauten und Vibrationen beschreibt. Kototama kann ungefähr mit die Seele der Wörter oder der Geist der Wörter übersetzt werden. Es ist ein System von Vokalen, Kon- sonanten und deren Kombinationen, in dem jeder Laut seinen Inhalt und seine dahinterliegende Bedeutung hat. Wenn die Laute kombiniert und ausgesprochen werden, sind diese dahinterliegen- den Kräfte wirksam, wie Vibrationen. Sie tragen eine spezielle Be- deutung und wirken auf den, der sie ausspricht. In kototama werden also, als eine Form der Meditation oder als Reinigungszeremonie, diese in ihren Zusammenhang gesetzten Laute geübt. Sie werden rezitiert, wie ein Gebet oder mantra, die indische Form der Lautmeditation. Aber sogar in der alltäglichen Rede, so wollen es die Prinzipien von kototama, sind diese Kräfte wirksam. Bei all den vielen Klang-Schwingungen, die uns umgeben, stellt sich auch die Frage: Was schwingt denn da? Was ist denn diese Materie, aus der wir bestehen, und die in Schwingung versetzt wird? Dazu eine Rede von Max Planck: »Meine    Herren,    als    Physiker,    der    sein    ganzes    Leben    der nüchternen      Wissenschaft,      der      Erforschung      der      Materie widmete,    bin    ich    sicher    von    dem    Verdacht    frei,    für    einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und   so   sage   ich   nach   meinen   Erforschungen   des   Atoms   dieses: Es gibt keine Materie an sich. Alle   Materie   entsteht   und   besteht   nur   durch   eine   Kraft,   welche die   Atomteilchen   in   Schwingung   bringt   und   sie   zum   winzigsten Sonnensystem   des   Alls   zusammenhält.   Da   es   im   ganzen   Weltall aber   weder   eine   intelligente   Kraft   noch   eine   ewige   Kraft   gibt   - es     ist     der     Menschheit     nicht     gelungen,     das     heißersehnte Perpetuum   mobile   zu   erfinden   -   so   müssen   wir   hinter   dieser Kraft    einen    bewußten    intelligenten    Geist    annehmen.    Dieser Geist   ist   der   Urgrund   aller   Materie.   Nicht   die   sichtbare,   aber vergängliche   Materie   ist   das   Reale,   Wahre,   Wirkliche   -   denn   die Materie   bestünde   ohne   den   Geist   überhaupt   nicht   -   ,   sondern der   unsichtbare,   unsterbliche   Geist   ist   das   Wahre!   Da   es   aber Geist   an   sich   ebenfalls   nicht   geben   kann,   sondern   jeder   Geist einem    Wesen    zugehört,    müssen    wir    zwingend    Geistwesen annehmen.   Da   aber   auch   Geistwesen   nicht   aus   sich   selber   sein können,    sondern    geschaffen    werden    müssen,    so    scheue    ich mich     nicht,     diesen     geheimnisvollen     Schöpfer     ebenso     zu benennen,     wie     ihn     alle     Kulturvölker     der     Erde     früherer Jahrtausende   genannt   haben:   Gott!   Damit   kommt   der   Physiker, der    sich    mit    der    Materie    zu    befassen    hat,    vom    Reiche    des Stoffes   in   das   Reich   des   Geistes.   Und   damit   ist   unsere   Aufgabe zu   Ende,   und   wir   müssen   unser   Forschen   weitergeben   in   die Hände der Philosophie.« Quelle: Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Abt. Va, Rep. 11 Planck, Nr. 1797 Wenn also die Materie bzw. deren Festigkeit mehr oder minder eine Illusion ist, sie eher eine langsam schwingende „gefrorene" Energie gleicht, wie wichtig ist dann das Verständnis über den Zusammenhang zwischen Klang, Resonanz, (Eigen-) Schwing- ung und Stimmung?

KlangFormen formen

Wenn wir uns darüber bewusst werden, dass Klänge Formen abbilden und diese Klangformen auf uns treffen - wir, die zum großen Teil aus Wasser bestehen - dann können wir erahnen, in wie weit Klänge auf uns Einfluß ausüben. Der Naturforscher F.F. Chladni (1756-1827) entdeckte zu seiner Zeit Klangfiguren, die er mit Hilfe eines Geigenbogens zu erzeugen vermochte. Er bestreute Glasplatten mit feinem Sand und brachte diese zum Schwingen. Diese Gebilde werden heute “Chladnische Klang- figuren” genannt und bilden Muster ab, die wir heute an vielen Orten der Natur ebenfalls abgebildet sehen (z.B. Schildkröten- panzer). Es scheint wahrlich so, dass an den vielen alten Geschichten unzähliger Kulturen, die den Klang als Ursprung und formgebende Kraft vermuten, etwas dran ist. Wer sich intensiver mit diesen Klanggebilden beschäftigen möchte, dem empfehle ich die Arbeiten von Alexander Lauterwasser, wie auch die Wasserklangbilder von Michael Memminger. Weitere Meilensteine der Hörgeschichte entwicklete Joachim- Ernst Berendt. Sein Hörwerk-Dreiklang ‘Die Welt ist Klang / Vom Hören der Welt / Muscheln in meinem Ohr’ ist nicht nur Hörgenuß, sondern eine Weltreise in die Tiefen der Klangge- schichte. Absolut empfehlenswert! Auch seine Bücher sind ein Einblick wert...

OM - EinKlang der bewegt und verbindet

Bei der Reise in die Welten des Hörens und des Klanges stolpert Mensch früher oder später auf den heiligen Klang OM bzw. AUM. Om besteht aus drei Buchstaben: A U M, sowie die Stille, die danach kommt. Ausgesprochen wird es OM. Das Symbol für OM findet sich hier oberhalb des Textes in Regenbogenfarben. Was wie eine 3 aussieht, ist das A. Die schlangenförmige Linie rechts unten ist das U. Der Halbmond rechts oben ist das M. Und der Punkt dahinter wird als "Bindu" bezeichnet. Dieser steht für das Unendliche, das Ewige, die Stille, die Transzendenz. Die Bedeutung ist sehr differenziert und tiefschichtig. Hier drei Erklärungen von spirituellen Menschen: »Om ist die heilige Silbe. Om ist der mystische Buchstabe. Om ist das unsterbliche Akshara. In Om ruht die Welt. In Om leben wir und bewegen wir uns. In Om ruhen wir. In Om finden wir das Gesuchte. Om ist das Symbol von Brahman. Om ist das Wort der Kraft. Om ist das Leben allen Lebens. Om ist die Seele aller Seelen. Om ist wahrlich Brahman. Om ist Satchidananda. Om ist Unend- lichkeit. Om ist Ewigkeit. Om ist Unsterblichkeit. Om ist die Quelle von allem. Om ist der Schoß aller Veden. Om ist die Basis aller Sprachen. In Om verschmelzen alle Dreieinigkeiten. Von Om gehen alle Klänge aus. In Om existieren alle Dinge. Om ist das höchste Mantra. Om ist Soham. Om ist Om Tat Sat. Om ist eine Lampe auf Deine Füße und ein Licht auf Deinem Weg.« Swami Sivananda »Om ist die Repräsentation der Höchsten Persönlichkeit Gottes in Klangform. Diese Form Ihres Heiligen Namens wird als die trans- zendentale Klangschwingung (maha-vakya) anerkannt, kraft derer die zeitweilige materielle Manifestation ins Dasein getreten ist. Wenn man bei der Klangrepräsentation der Höchsten Persön- lichkeit Gottes (omkara) Zuflucht sucht, kann man seine wesens- gemäße Identität erkennen und sich im hingebungsvollen Dienst betätigen, obwohl man noch im bedingten Leben stehen mag.« Srila Prabhupada, Gründer der Hare Krishna Bewegung »Für den, der nach spiritueller Wahrheit sucht, ist es wichtig, das OM bei allem, was er tut, im Geiste mitschwingen zu lassen. Die Urschwingung ist die alles erhaltende Kraft und gleichzeitig das Ziel jeder Entwicklung. In der Schöpfung gibt es eine Entwicklung, die vom Grobstofflichen zum Transzendenten führt, bei der jede Stufe auf der vorangegangenen aufbaut. Sie führt von der Erde über das Wasser zum organischen Leben, dessen höchste Stufe der Mensch ist. Die Entwicklung setzt sich fort in der Sprache, dem geistigen Begriff, der göttlichen Intuition und führt zur Erkenntnis des OM. Diese acht Stufen – Erde, Wasser, Leben, Mensch, Sprache, Geist, Intuition, OM – werden gekrönt von der neunten, der höchsten Glückseligkeit. Diese letzte Stufe ist das Ziel des menschlichen Lebens.« Satya Sai Baba Es zu singen und in sich zu bewegen ist eine besondere Kunst, richtig ausgeführt, führt sie in die Tiefen des Seins.

Der Mensch ist Musik

Ein weiterer interessanter Aspekt innerhalb dieses Klang- Thema-Spektrums ist der eigene Name und der eigene innere Ton. Unseren Namen hören wir in unserem Leben sehr oft, in ganz unterschiedlichen Situationen und mit ganz unterschiedlichen Betonungen. Menschen, die uns kennen, haben eine Vorstellung von uns, sobald sie unseren Namen hören, auch dann, wenn wir nicht körperlich anwesend sind. Der gesprochene Rufname und die Bilder, die andere Menschen und wir selbst von uns gemalt haben (mit Gefühlen, Gedanken, Erinnerungen etc.), formen sich nach einigen Lehren zu einem Feld. Eine Ansammlung vieler verschiedener Informationen. Wenn wir uns an dieser Stelle vergegenwärtigen, inwieweit auch Klänge Formen bilden können, so bleibt es spannend zu erforschen, wie groß der Einfluß des eigenen Rufnamens auf unser Wesen ist. Gerade auch im Hinblick auf die Frage, ob nicht auch Gedanken und Gefühle, ähnlich wie Klänge, Fre- quenzWellen erzeugen und AusWirkungen haben?! Ebenfalls ist es sicherlich interessant zu hinterfragen, ob nicht ein Name selbst eine Art Informations-Feld bildet, welches wir bei Benennenung anzapfen bzw. mit diesem in Verbindung treten können?!?! In diesem Kontext gibt es eine weitere spannende Zutat. Es gibt Hinweise, dass unser Seelenkern seinen eigenen Ton bildet, wir also von unserer Grundstimmung her eine un- verwechselbare Klangstruktur besitzen. Dieser Seelenton schwingt in uns und wir können versuchen, uns diesem an- zunähern. Durch viele Einflüße von Außen wird dieser Seelenton von anderen Frequenzen und Tönen überlappt und es bedarf einer längeren Reise in die Stille um diesen wieder lauter und klarer in sich erklingen zu lassen. Wenn Eltern den Namen ihres zukünftigen Kindes in der Stille erfahren und dieser in ihnen auftaucht, kann es sehr gut sein, dass dieser Name der Schwingung des Seelentones nahe kommt. Ein Geschehen, einer Inspiration gleich, bei dem aus den Tiefen des Seins sich ‘etwas’ hervorgräbt. Meist ist das Leben mit unterschiedlichen Schichten verwoben, die wir Menschen nicht immer zu überblicken vermögen. Ich bin der Überzeugung: Wir sind ein Klangkörper!  Mit all seinen vielfältigen Bestandteilen: Unser Name, der für uns klingt, unser Körper mit seinen Organen, als Gesamtkunst- werk und Klanggebilde mit vielen eigenständig, in ihrer Rhyth- mik, schwingenden Teilstücken und unser innerer Kern, der als Seelenton in uns tönt - vereint in einem Ganzem.

Namen sind Schall und Rauch

In vielen spirituellen Traditionen können wir die Prozedur einer neuen Namensgebung beobachten, meist nach einer Initiation, ein 2. Name, meist mit dem Hintergrund, dass dieser neue Name die neue und veränderte innere Struktur besser abbildet, als der alte Name. Oftmals werden diese vergebenen Namen geheim gehalten, da die Annahme besteht, dass durch die Kenntnis des Namens Macht oder Einfluß über den Namensträger ausgeübt werden kann. Bei der Benutzung von Pseudonymen, die z.B. Autoren verwenden, ist es den Anwendern oftmals sehr wichtig, sich innerhalb einer anderen Energie-, Wort- und/oder Inhalts- struktur bewegen zu können und mit Hilfe eines anderen Namens ist es ihnen dann möglich, sich dahinter zu verbergen bzw. diesen neuen Namen mit einem anderen Wesen aufzuladen. Es stellt sich zudem die Frage, inwieweit Worte formgebende Kräfte abbilden?! Mönche, die sich mit Klängen auf einer inneren Reise beweg- ten, empfingen in sich geometrische Figuren. Es sei hier auch an die Wasserklangbilder erinnert, die aufzeigen, dass Klänge und ihre Schwingungen ebenfalls solche Gebilde formen. ‘Dem Ding einen Namen zu geben’ gleicht oftmals einer Geburt ins Leben, einem Prozess des Erschaffens. Es findet sich die Verbindung zu den alten Schöpfungsmythen wieder, bei denen der Klang eine elementare Rolle bei der Erschaffung der Ding-Welt zu spielen schien. Es ist wohl ratsam, manchmal besser hinzuhören!

Im Anfang war das Wort

»Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.« JOHANNES 1,1-4

Jeder Mensch ist Musik

»Jeder Mensch ist Musik - ewige Musik - Tag und Nacht erklingend. Intuitive Wesen können diese Musik hören. Aus diesem Grunde gibt es Menschen, die dich abstoßen und andere, die dich anziehen. Was dich in Wirklichkeit abstößt und anzieht, ist die Musik, die in einem Menschen schwingt.« Joachim-Ernst Berendt, Nada Brahma
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Eine notwendige Erklärung Eine notwendige Erklärung
OM / AUM - Klang des Absoluten
Auf der Suchen nach dem einen Ton Als Kakua, einer der frühen Zen-Weisen im Japan des 9. Jhd., von einer Reise durch ferne Länder zurückkehrte, bat ihn der Kaiser zu sich und trug ihm auf, ihm alles zu berichten, was er auf seiner Reise erlebt hatte. Kakua ver- neigte sich tief, schwieg lange, nahm die kleine Bambus- Flöte, die er stets bei sich trug, aus der Tasche und spielte einen einzigen Ton, schwieg erneut, verneigte sich noch tiefer als vorher und ging. Der Kaiser war ratlos. Aber er bewahrte diesen einen Ton in seinem Herzen, und – so wird berichtet – in hohem Alter fand er Erleuchtung. In Georgien – im Süden dessen, was einmal die Sowjet- union gewesen ist – lebte im 18. Jahrhundert ein Ehepaar. Der Mann war ein Cellospieler – einer der Großen seiner Zeit, der alles, was bis damals für sein Instrument kom- poniert worden war, virtuos beherrschte. Je älter aber er wurde, desto weniger spielte er und desto mehr legte er darauf Wert, dieses Wenige in höchster Vollendung der Tongebung zu spielen. Als er nun ganz alt war, spielte er nur noch einen einzigen Ton, diesen aber so wunderbar, wie man es nie zuvor von einem Cello gehört hatte. Seiner Frau war das langweilig – täglich stundenlang der gleiche Ton! Schließlich wußte sie, was für einen begna- deten Cellospieler sie zum Mann hatte. Nun geschah es, daß in diese kleine georgische Stadt eines Tages ein Or- chester kam und ein Konzert gab. Die Frau ging voller Erwartung hin, hörte erregt zu, kehrte begeistert zurück und berichtete ihrem Mann: »Da waren aber ganz viele Cellisten in diesem Orchester, und die spielten rauf und runter, viele verschiedene Töne – und du spielst immer nur den einen Ton.« Darauf der Mann: »Die suchen noch.«  
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Die Welt des Klangs

Vom Ursprung

Um in die Tiefen des Klanges vorzudringen, ist es durchaus sinnvoll an seinen Ursprüngen zu rütteln. Interessant ist hierbei, dass in vielen alten Schöpfungsmythen, neben dem Atem, auch ein Bezug zum Klang herge- stellt wird. Im finnischen Helden- gedicht "die Kalevala" beginnt der Entstehungs- prozess mit den Worten Luonnatars, aus denen ein weißer Vogel erwuchs. In Ägypten ist es die Stimme Nuns, die Gott Atum aus sich selbst heraus zeugte. Bei den Ureinwohnern im Westen und Südwesten in den USA ist es das Heulen eines Kojoten, der die Dunkelheit durchbrach und mit diesem zu erschaffen begann. In der Bibel ist es das Wort, was im Anfang und bei Gott war und ist. In den alten indischen Überlieferungen, in den Veden, ist auch von »Nada Brahma« die Rede, was soviel bedeutet wie: »Die Welt ist Klang«. Christine Stecher schreibt in ihrem Buch ‘Mantras. Die Sprache der Götter’ auf Seite 31: Die indischen Seher und Weisen des Altertums unterschieden zwischen mehreren Arten von Klang. Zunächst erkannten sie, daß es hörbare und unhörbare Klänge gibt. Wir wissen heute, daß das menschliche Ohr nur Schallwellen zwischen 16 und 16000 bis 20000 Hertz wahrnehmen kann (im Alter oft nur noch bis 5000 Hertz). Doch darüber und darunter existiert eine Fülle von Klangfrequenzen, die das menschliche Da- sein ebenfalls berühren und den Kosmos erfüllen. Manche dieser Töne können in Meditation oder Trance wahrgenommen werden. Wir sind umgeben von unzähligen Klängen. Sie bilden Vibrati- onen und Klangformen, die uns durchdringen, in Schwingung versetzen, eben einen Einfluß auf uns ausüben. Schon in alten Zeiten wurde diskutiert, ob nicht auch Planeten mit ihren Virbrationen Töne erzeugen und diese eine Wirkung auf uns Menschen haben. Die Stichworte sind hier die sog. Sphärenharmonie oder Sphärenmusik der Planeten (z.B. Johannes Kepler, Hans Cousto) - eine Vertiefung würde aber hier zu weit führen. Ein kleiner Ausflug sei an dieser Stelle noch in den traditionel- len Shintoismus gestattet. Stefan Stenudd schreibt in seinem Buch ‘Aikido. Die friedliche Kampfkunst’ auf Seite 161:  Im traditionellen Shintoismus gibt es ein System von Kosmologie und Mystik, das kototama genannt wird, und welches das Weltall ausgehend von Lauten und Vibrationen beschreibt. Kototama kann ungefähr mit die Seele der Wörter oder der Geist der Wörter übersetzt werden. Es ist ein System von Vokalen, Kon- sonanten und deren Kombinationen, in dem jeder Laut seinen Inhalt und seine dahinterliegende Bedeutung hat. Wenn die Laute kombiniert und ausgesprochen werden, sind diese dahinterliegen- den Kräfte wirksam, wie Vibrationen. Sie tragen eine spezielle Be- deutung und wirken auf den, der sie ausspricht. In kototama werden also, als eine Form der Meditation oder als Reinigungszeremonie, diese in ihren Zusammenhang gesetzten Laute geübt. Sie werden rezitiert, wie ein Gebet oder mantra, die indische Form der Lautmeditation. Aber sogar in der alltäglichen Rede, so wollen es die Prinzipien von kototama, sind diese Kräfte wirksam. Bei all den vielen Klang-Schwingungen, die uns umgeben, stellt sich auch die Frage: Was schwingt denn da? Was ist denn diese Materie, aus der wir bestehen, und die in Schwingung versetzt wird? Dazu eine Rede von Max Planck: »Meine    Herren,    als    Physiker,    der    sein    ganzes    Leben    der nüchternen      Wissenschaft,      der      Erforschung      der      Materie widmete,    bin    ich    sicher    von    dem    Verdacht    frei,    für    einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und   so   sage   ich   nach   meinen   Erforschungen   des   Atoms   dieses: Es gibt keine Materie an sich. Alle   Materie   entsteht   und   besteht   nur   durch   eine   Kraft,   welche die   Atomteilchen   in   Schwingung   bringt   und   sie   zum   winzigsten Sonnensystem   des   Alls   zusammenhält.   Da   es   im   ganzen   Weltall aber   weder   eine   intelligente   Kraft   noch   eine   ewige   Kraft   gibt   - es     ist     der     Menschheit     nicht     gelungen,     das     heißersehnte Perpetuum   mobile   zu   erfinden   -   so   müssen   wir   hinter   dieser Kraft    einen    bewußten    intelligenten    Geist    annehmen.    Dieser Geist   ist   der   Urgrund   aller   Materie.   Nicht   die   sichtbare,   aber vergängliche   Materie   ist   das   Reale,   Wahre,   Wirkliche   -   denn   die Materie   bestünde   ohne   den   Geist   überhaupt   nicht   -   ,   sondern der   unsichtbare,   unsterbliche   Geist   ist   das   Wahre!   Da   es   aber Geist   an   sich   ebenfalls   nicht   geben   kann,   sondern   jeder   Geist einem    Wesen    zugehört,    müssen    wir    zwingend    Geistwesen annehmen.   Da   aber   auch   Geistwesen   nicht   aus   sich   selber   sein können,    sondern    geschaffen    werden    müssen,    so    scheue    ich mich     nicht,     diesen     geheimnisvollen     Schöpfer     ebenso     zu benennen,     wie     ihn     alle     Kulturvölker     der     Erde     früherer Jahrtausende   genannt   haben:   Gott!   Damit   kommt   der   Physiker, der    sich    mit    der    Materie    zu    befassen    hat,    vom    Reiche    des Stoffes   in   das   Reich   des   Geistes.   Und   damit   ist   unsere   Aufgabe zu   Ende,   und   wir   müssen   unser   Forschen   weitergeben   in   die Hände der Philosophie.« Quelle: Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Abt. Va, Rep. 11 Planck, Nr. 1797 Wenn also die Materie bzw. deren Festigkeit mehr oder minder eine Illusion ist, sie eher eine langsam schwingende „gefrorene" Energie gleicht, wie wichtig ist dann das Verständnis über den Zusammenhang zwischen Klang, Resonanz, (Eigen-) Schwing- ung und Stimmung?

KlangFormen formen

Wenn wir uns darüber bewusst werden, dass Klänge Formen abbilden und diese Klangformen auf uns treffen - wir, die zum großen Teil aus Wasser bestehen - dann können wir erahnen, in wie weit Klänge auf uns Einfluß ausüben. Der Naturforscher F.F. Chladni (1756-1827) entdeckte zu seiner Zeit Klangfiguren, die er mit Hilfe eines Geigenbogens zu erzeugen vermochte. Er bestreute Glasplatten mit feinem Sand und brachte diese zum Schwingen. Diese Gebilde werden heute “Chladnische Klang- figuren” genannt und bilden Muster ab, die wir heute an vielen Orten der Natur ebenfalls abgebildet sehen (z.B. Schildkröten- panzer). Es scheint wahrlich so, dass an den vielen alten Geschichten unzähliger Kulturen, die den Klang als Ursprung und formgebende Kraft vermuten, etwas dran ist. Wer sich intensiver mit diesen Klanggebilden beschäftigen möchte, dem empfehle ich die Arbeiten von Alexander Lauterwasser, wie auch die Wasserklangbilder von Michael Memminger. Weitere Meilensteine der Hörgeschichte entwicklete Joachim- Ernst Berendt. Sein Hörwerk-Dreiklang ‘Die Welt ist Klang / Vom Hören der Welt / Muscheln in meinem Ohr’ ist nicht nur Hörgenuß, sondern eine Weltreise in die Tiefen der Klangge- schichte. Absolut empfehlenswert! Auch seine Bücher sind ein Einblick wert...

OM - EinKlang der bewegt und verbindet

Bei der Reise in die Welten des Hörens und des Klanges stolpert Mensch früher oder später auf den heiligen Klang OM bzw. AUM. Om besteht aus drei Buchstaben: A U M, sowie die Stille, die danach kommt. Ausgesprochen wird es OM. Das Symbol für OM findet sich hier oberhalb des Textes in Regenbogenfarben. Was wie eine 3 aussieht, ist das A. Die schlangenförmige Linie rechts unten ist das U. Der Halbmond rechts oben ist das M. Und der Punkt dahinter wird als "Bindu" bezeichnet. Dieser steht für das Unendliche, das Ewige, die Stille, die Transzendenz. Die Bedeutung ist sehr differenziert und tiefschichtig. Hier drei Erklärungen von spirituellen Menschen: »Om ist die heilige Silbe. Om ist der mystische Buchstabe. Om ist das unsterbliche Akshara. In Om ruht die Welt. In Om leben wir und bewegen wir uns. In Om ruhen wir. In Om finden wir das Gesuchte. Om ist das Symbol von Brahman. Om ist das Wort der Kraft. Om ist das Leben allen Lebens. Om ist die Seele aller Seelen. Om ist wahrlich Brahman. Om ist Satchidananda. Om ist Unend- lichkeit. Om ist Ewigkeit. Om ist Unsterblichkeit. Om ist die Quelle von allem. Om ist der Schoß aller Veden. Om ist die Basis aller Sprachen. In Om verschmelzen alle Dreieinigkeiten. Von Om gehen alle Klänge aus. In Om existieren alle Dinge. Om ist das höchste Mantra. Om ist Soham. Om ist Om Tat Sat. Om ist eine Lampe auf Deine Füße und ein Licht auf Deinem Weg.« Swami Sivananda »Om ist die Repräsentation der Höchsten Persönlichkeit Gottes in Klangform. Diese Form Ihres Heiligen Namens wird als die trans- zendentale Klangschwingung (maha-vakya) anerkannt, kraft derer die zeitweilige materielle Manifestation ins Dasein getreten ist. Wenn man bei der Klangrepräsentation der Höchsten Persön- lichkeit Gottes (omkara) Zuflucht sucht, kann man seine wesens- gemäße Identität erkennen und sich im hingebungsvollen Dienst betätigen, obwohl man noch im bedingten Leben stehen mag.« Srila Prabhupada, Gründer der Hare Krishna Bewegung »Für den, der nach spiritueller Wahrheit sucht, ist es wichtig, das OM bei allem, was er tut, im Geiste mitschwingen zu lassen. Die Urschwingung ist die alles erhaltende Kraft und gleichzeitig das Ziel jeder Entwicklung. In der Schöpfung gibt es eine Entwicklung, die vom Grobstofflichen zum Transzendenten führt, bei der jede Stufe auf der vorangegangenen aufbaut. Sie führt von der Erde über das Wasser zum organischen Leben, dessen höchste Stufe der Mensch ist. Die Entwicklung setzt sich fort in der Sprache, dem geistigen Begriff, der göttlichen Intuition und führt zur Erkenntnis des OM. Diese acht Stufen – Erde, Wasser, Leben, Mensch, Sprache, Geist, Intuition, OM – werden gekrönt von der neunten, der höchsten Glückseligkeit. Diese letzte Stufe ist das Ziel des menschlichen Lebens.« Satya Sai Baba Es zu singen und in sich zu bewegen ist eine besondere Kunst, richtig ausgeführt, führt sie in die Tiefen des Seins.

Der Mensch ist Musik

Ein weiterer interessanter Aspekt innerhalb dieses Klang- Thema-Spektrums ist der eigene Name und der eigene innere Ton. Unseren Namen hören wir in unserem Leben sehr oft, in ganz unterschiedlichen Situationen und mit ganz unterschiedlichen Betonungen. Menschen, die uns kennen, haben eine Vorstellung von uns, sobald sie unseren Namen hören, auch dann, wenn wir nicht körperlich anwesend sind. Der gesprochene Rufname und die Bilder, die andere Menschen und wir selbst von uns gemalt haben (mit Gefühlen, Gedanken, Erinnerungen etc.), formen sich nach einigen Lehren zu einem Feld. Eine Ansammlung vieler verschiedener Informationen. Wenn wir uns an dieser Stelle vergegenwärtigen, inwieweit auch Klänge Formen bilden können, so bleibt es spannend zu erforschen, wie groß der Einfluß des eigenen Rufnamens auf unser Wesen ist. Gerade auch im Hinblick auf die Frage, ob nicht auch Gedanken und Gefühle, ähnlich wie Klänge, Fre- quenzWellen erzeugen und AusWirkungen haben?! Ebenfalls ist es sicherlich interessant zu hinterfragen, ob nicht ein Name selbst eine Art Informations-Feld bildet, welches wir bei Benennenung anzapfen bzw. mit diesem in Verbindung treten können?!?! In diesem Kontext gibt es eine weitere spannende Zutat. Es gibt Hinweise, dass unser Seelenkern seinen eigenen Ton bildet, wir also von unserer Grundstimmung her eine un- verwechselbare Klangstruktur besitzen. Dieser Seelenton schwingt in uns und wir können versuchen, uns diesem an- zunähern. Durch viele Einflüße von Außen wird dieser Seelenton von anderen Frequenzen und Tönen überlappt und es bedarf einer längeren Reise in die Stille um diesen wieder lauter und klarer in sich erklingen zu lassen. Wenn Eltern den Namen ihres zukünftigen Kindes in der Stille erfahren und dieser in ihnen auftaucht, kann es sehr gut sein, dass dieser Name der Schwingung des Seelentones nahe kommt. Ein Geschehen, einer Inspiration gleich, bei dem aus den Tiefen des Seins sich ‘etwas’ hervorgräbt. Meist ist das Leben mit unterschiedlichen Schichten verwoben, die wir Menschen nicht immer zu überblicken vermögen. Ich bin der Überzeugung: Wir sind ein Klangkörper!  Mit all seinen vielfältigen Bestandteilen: Unser Name, der für uns klingt, unser Körper mit seinen Organen, als Gesamtkunst- werk und Klanggebilde mit vielen eigenständig, in ihrer Rhyth- mik, schwingenden Teilstücken und unser innerer Kern, der als Seelenton in uns tönt - vereint in einem Ganzem.

Namen sind Schall und Rauch

In vielen spirituellen Traditionen können wir die Prozedur einer neuen Namensgebung beobachten, meist nach einer Initiation, ein 2. Name, meist mit dem Hintergrund, dass dieser neue Name die neue und veränderte innere Struktur besser abbildet, als der alte Name. Oftmals werden diese vergebenen Namen geheim gehalten, da die Annahme besteht, dass durch die Kenntnis des Namens Macht oder Einfluß über den Namensträger ausgeübt werden kann. Bei der Benutzung von Pseudonymen, die z.B. Autoren verwenden, ist es den Anwendern oftmals sehr wichtig, sich innerhalb einer anderen Energie-, Wort- und/oder Inhalts- struktur bewegen zu können und mit Hilfe eines anderen Namens ist es ihnen dann möglich, sich dahinter zu verbergen bzw. diesen neuen Namen mit einem anderen Wesen aufzuladen. Es stellt sich zudem die Frage, inwieweit Worte formgebende Kräfte abbilden?! Mönche, die sich mit Klängen auf einer inneren Reise beweg- ten, empfingen in sich geometrische Figuren. Es sei hier auch an die Wasserklangbilder erinnert, die aufzeigen, dass Klänge und ihre Schwingungen ebenfalls solche Gebilde formen. ‘Dem Ding einen Namen zu geben’ gleicht oftmals einer Geburt ins Leben, einem Prozess des Erschaffens. Es findet sich die Verbindung zu den alten Schöpfungsmythen wieder, bei denen der Klang eine elementare Rolle bei der Erschaffung der Ding-Welt zu spielen schien. Es ist wohl ratsam, manchmal besser hinzuhören!

Im Anfang war das Wort

»Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.« JOHANNES 1,1-4

Jeder Mensch ist Musik

»Jeder Mensch ist Musik - ewige Musik - Tag und Nacht erklingend. Intuitive Wesen können diese Musik hören. Aus diesem Grunde gibt es Menschen, die dich abstoßen und andere, die dich anziehen. Was dich in Wirklichkeit abstößt und anzieht, ist die Musik, die in einem Menschen schwingt.« Joachim-Ernst Berendt, Nada Brahma
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Auf der Suchen nach dem einen Ton Als Kakua, einer der frühen Zen-Weisen im Japan des 9. Jhd., von einer Reise durch ferne Länder zurückkehrte, bat ihn der Kaiser zu sich und trug ihm auf, ihm alles zu berichten, was er auf seiner Reise erlebt hatte. Kakua ver- neigte sich tief, schwieg lange, nahm die kleine Bambus- Flöte, die er stets bei sich trug, aus der Tasche und spielte einen einzigen Ton, schwieg erneut, verneigte sich noch tiefer als vorher und ging. Der Kaiser war ratlos. Aber er bewahrte diesen einen Ton in seinem Herzen, und – so wird berichtet – in hohem Alter fand er Erleuchtung. In Georgien – im Süden dessen, was einmal die Sowjet- union gewesen ist – lebte im 18. Jahrhundert ein Ehepaar. Der Mann war ein Cellospieler – einer der Großen seiner Zeit, der alles, was bis damals für sein Instrument kom- poniert worden war, virtuos beherrschte. Je älter aber er wurde, desto weniger spielte er und desto mehr legte er darauf Wert, dieses Wenige in höchster Vollendung der Tongebung zu spielen. Als er nun ganz alt war, spielte er nur noch einen einzigen Ton, diesen aber so wunderbar, wie man es nie zuvor von einem Cello gehört hatte. Seiner Frau war das langweilig – täglich stundenlang der gleiche Ton! Schließlich wußte sie, was für einen begna- deten Cellospieler sie zum Mann hatte. Nun geschah es, daß in diese kleine georgische Stadt eines Tages ein Or- chester kam und ein Konzert gab. Die Frau ging voller Erwartung hin, hörte erregt zu, kehrte begeistert zurück und berichtete ihrem Mann: »Da waren aber ganz viele Cellisten in diesem Orchester, und die spielten rauf und runter, viele verschiedene Töne – und du spielst immer nur den einen Ton.« Darauf der Mann: »Die suchen noch.«  
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Die Welt des Klangs

Vom Ursprung

Um in die Tiefen des Klanges vorzudringen, ist es durchaus sinnvoll an seinen Ursprüngen zu rütteln. Interessant ist hierbei, dass in vielen alten Schöpfungsmythen, neben dem Atem, auch ein Bezug zum Klang hergestellt wird. Im finnischen Heldengedicht "die Kalevala" beginnt der Entstehungsprozess mit den Worten Luonnatars, aus denen ein weißer Vogel erwuchs. In Ägypten ist es die Stimme Nuns, die Gott Atum aus sich selbst heraus zeugte. Bei den Ureinwohnern im Westen und Südwesten in den USA ist es das Heulen eines Kojoten, der die Dunkelheit durchbrach und mit diesem zu erschaffen begann. In der Bibel ist es das Wort, was im Anfang und bei Gott war und ist. In den alten indischen Überlieferungen, in den Veden, ist auch von »Nada Brahma« die Rede, was soviel bedeutet wie: »Die Welt ist Klang«. Christine Stecher schreibt in ihrem Buch ‘Mantras. Die Sprache der Götter’ auf Seite 31: Die indischen Seher und Weisen des Altertums unterschieden zwischen mehreren Arten von Klang. Zunächst erkannten sie, daß es hörbare und unhörbare Klänge gibt. Wir wissen heute, daß das menschliche Ohr nur Schallwellen zwischen 16 und 16000 bis 20000 Hertz wahrnehmen kann (im Alter oft nur noch bis 5000 Hertz). Doch darüber und da- runter existiert eine Fülle von Klangfrequenzen, die das menschliche Dasein ebenfalls berühren und den Kosmos erfüllen. Manche dieser Töne können in Meditation oder Trance wahrgenommen werden. Wir sind umgeben von unzähligen Klängen. Sie bilden Vibrationen und Klangformen, die uns durchdringen, in Schwingung versetzen, eben einen Einfluß auf uns ausüben. Schon in alten Zeiten wurde diskutiert, ob nicht auch Planeten mit ihren Virbrationen Töne erzeugen und diese eine Wirkung auf uns Menschen haben. Die Stichworte sind hier die sog. Sphärenharmonie oder Sphärenmusik der Planeten (z.B. Johannes Kepler, Hans Cousto) - eine Vertiefung würde aber hier zu weit führen. Ein kleiner Ausflug sei an dieser Stelle noch in den traditionellen Shintoismus gestattet. Stefan Stenudd schreibt in seinem Buch ‘Aikido. Die friedliche Kampfkunst’ auf Seite 161:  Im traditionellen Shintoismus gibt es ein System von Kosmologie und Mystik, das kototama genannt wird, und welches das Weltall ausgehend von Lauten und Vibrationen beschreibt. Kototama kann ungefähr mit die Seele der Wörter oder der Geist der Wörter übersetzt werden. Es ist ein System von Vokalen, Konsonanten und deren Kombinationen, in dem jeder Laut seinen Inhalt und seine dahinterliegende Bedeutung hat. Wenn die Laute kombiniert und ausge- sprochen werden, sind diese dahinterliegenden Kräfte wirksam, wie Vibrationen. Sie tragen eine spezielle Be- deutung und wirken auf den, der sie ausspricht. In kototama werden also, als eine Form der Meditation oder als Reinigungszeremonie, diese in ihren Zusammen- hang gesetzten Laute geübt. Sie werden rezitiert, wie ein Gebet oder mantra, die indische Form der Lautmedita- tion. Aber sogar in der alltäglichen Rede, so wollen es die Prinzipien von kototama, sind diese Kräfte wirksam. Bei all den vielen Klang-Schwingungen, die uns um- geben, stellt sich auch die Frage: Was schwingt denn da? Was ist denn diese Materie, aus der wir bestehen, und die in Schwingung versetzt wird? Dazu eine Rede von Max Planck: »Meine   Herren,   als   Physiker,   der   sein   ganzes   Leben der    nüchternen    Wissenschaft,    der    Erforschung    der Materie    widmete,    bin    ich    sicher    von    dem    Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und    so    sage    ich    nach    meinen    Erforschungen    des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich. Alle    Materie    entsteht    und    besteht    nur    durch    eine Kraft,   welche   die   Atomteilchen   in   Schwingung   bringt und     sie     zum     winzigsten     Sonnensystem     des     Alls zusammenhält.   Da   es   im   ganzen   Weltall   aber   weder eine   intelligente   Kraft   noch   eine   ewige   Kraft   gibt   -   es ist   der   Menschheit   nicht   gelungen,   das   heißersehnte Perpetuum   mobile   zu   erfinden   -   so   müssen   wir   hinter dieser     Kraft     einen     bewußten     intelligenten     Geist annehmen.   Dieser   Geist   ist   der   Urgrund   aller   Materie. Nicht   die   sichtbare,   aber   vergängliche   Materie   ist   das Reale,   Wahre,   Wirkliche   -   denn   die   Materie   bestünde ohne    den    Geist    überhaupt    nicht    -    ,    sondern    der unsichtbare,   unsterbliche   Geist   ist   das   Wahre!   Da   es aber   Geist   an   sich   ebenfalls   nicht   geben   kann,   sondern jeder     Geist     einem     Wesen     zugehört,     müssen     wir zwingend     Geistwesen     annehmen.     Da     aber     auch Geistwesen   nicht   aus   sich   selber   sein   können,   sondern geschaffen   werden   müssen,   so   scheue   ich   mich   nicht, diesen       geheimnisvollen       Schöpfer       ebenso       zu benennen,   wie   ihn   alle   Kulturvölker   der   Erde   früherer Jahrtausende   genannt   haben:   Gott!   Damit   kommt   der Physiker,   der   sich   mit   der   Materie   zu   befassen   hat, vom   Reiche   des   Stoffes   in   das   Reich   des   Geistes.   Und damit   ist   unsere   Aufgabe   zu   Ende,   und   wir   müssen unser     Forschen     weitergeben     in     die     Hände     der Philosophie.« Quelle: Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Abt. Va, Rep. 11 Planck, Nr. 1797 Wenn also die Materie bzw. deren Festigkeit mehr oder minder eine Illusion ist, sie eher eine langsam schwingende „gefrorene" Energie gleicht, wie wichtig ist dann das Verständnis über den Zusammenhang zwischen Klang, Resonanz, (Eigen-) Schwingung und Stimmung?

KlangFormen formen

Wenn wir uns darüber bewusst werden, dass Klänge Formen abbilden und diese Klangformen auf uns treffen - wir, die zum großen Teil aus Wasser be- stehen - dann können wir erahnen, in wie weit Klänge auf uns Einfluß ausüben. Der Naturforscher F.F. Chladni (1756- 1827) entdeckte zu seiner Zeit Klang- figuren, die er mit Hilfe eines Geigen- bogens zu erzeug- en vermochte. Er bestreute Glasplat- ten mit feinem Sand und brachte diese zum Schwin- gen. Diese Gebilde werden heute “Chladnische Klangfiguren” genannt und bilden Muster ab, die wir heute an vielen Orten der Natur ebenfalls abgebild- et sehen (z.B. Schild- krötenpanzer). Es scheint wahrlich so, dass an den vielen alten Geschichten unzähliger Kulturen, die den Klang als Ursprung und formgebende Kraft vermuten, etwas dran ist. Wer sich intensiver mit diesen Klanggebilden be- schäftigen möchte, dem empfehle ich die Arbeiten von Alexander Lauterwasser, wie auch die Wasser- klangbilder von Michael Memminger. Weitere Meilensteine der Hörgeschichte entwicklete Joachim-Ernst Berendt. Sein Hörwerk-Dreiklang ‘Die Welt ist Klang / Vom Hören der Welt / Muscheln in meinem Ohr’ ist nicht nur Hörgenuß, sondern eine Weltreise in die Tiefen der Klanggeschichte. Absolut empfehlenswert! Auch seine Bücher sind ein Einblick wert...

OM - EinKlang der bewegt und verbindet

Bei der Reise in die Welten des Hörens und des Klanges stolpert Mensch früher oder später auf den heiligen Klang OM bzw. AUM. Om besteht aus drei Buchstaben: A U M, sowie die Stille, die danach kommt. Ausgesprochen wird es OM. Das Symbol für OM findet sich auf dieser Seite oben als Eingangssmbol in Regenbogenfarben. Was wie eine 3 aussieht, ist das A. Die schlangenförmige Linie rechts unten ist das U. Der Halbmond rechts oben ist das M. Und der Punkt dahinter wird als "Bindu" be- zeichnet. Dieser steht für das Unendliche, das Ewige, die Stille, die Transzendenz. Die Bedeutung ist sehr differenziert und tiefschichtig. Hier drei Erklärungen von spirituellen Menschen: »Om ist die heilige Silbe. Om ist der mystische Buch- stabe. Om ist das unsterbliche Akshara. In Om ruht die Welt. In Om leben wir und bewegen wir uns. In Om ruhen wir. In Om finden wir das Gesuchte. Om ist das Symbol von Brahman. Om ist das Wort der Kraft. Om ist das Leben allen Lebens. Om ist die Seele aller Seelen. Om ist wahrlich Brahman. Om ist Satchidananda. Om ist Unendlichkeit. Om ist Ewigkeit. Om ist Unsterblichkeit. Om ist die Quelle von allem. Om ist der Schoß aller Veden. Om ist die Basis aller Sprachen. In Om ver- schmelzen alle Dreieinigkeiten. Von Om gehen alle Klänge aus. In Om existieren alle Dinge. Om ist das höchste Mantra. Om ist Soham. Om ist Om Tat Sat. Om ist eine Lampe auf Deine Füße und ein Licht auf Deinem Weg.« Swami Sivananda »Om ist die Repräsentation der Höchsten Persönlichkeit Gottes in Klangform. Diese Form Ihres Heiligen Namens wird als die transzendentale Klangschwingung (maha- vakya) anerkannt, kraft derer die zeitweilige materielle Manifestation ins Dasein getreten ist. Wenn man bei der Klangrepräsentation der Höchsten Persönlichkeit Gottes (omkara) Zuflucht sucht, kann man seine wesens- gemäße Identität erkennen und sich im hingebungsvollen Dienst betätigen, obwohl man noch im bedingten Leben stehen mag.« Srila Prabhupada, Gründer der Hare Krishna Bewegung »Für den, der nach spiritueller Wahrheit sucht, ist es wichtig, das OM bei allem, was er tut, im Geiste mit- schwingen zu lassen. Die Urschwingung ist die alles erhaltende Kraft und gleichzeitig das Ziel jeder Ent- wicklung. In der Schöpfung gibt es eine Entwicklung, die vom Grobstofflichen zum Transzendenten führt, bei der jede Stufe auf der vorangegangenen aufbaut. Sie führt von der Erde über das Wasser zum organischen Leben, dessen höchste Stufe der Mensch ist. Die Entwicklung setzt sich fort in der Sprache, dem geistigen Begriff, der göttlichen Intuition und führt zur Erkenntnis des OM. Diese acht Stufen – Erde, Wasser, Leben, Mensch, Sprache, Geist, Intuition, OM – werden gekrönt von der neunten, der höchsten Glückseligkeit. Diese letzte Stufe ist das Ziel des menschlichen Lebens.« Satya Sai Baba Es zu singen und in sich zu bewegen ist eine besonde- re Kunst, richtig ausgeführt, führt sie in die Tiefen des Seins.

Der Mensch ist Musik

Ein weiterer interessanter Aspekt innerhalb dieses Klang-Thema-Spektrums ist der eigene Name und der eigene innere Ton. Unseren Namen hören wir in unserem Leben sehr oft, in ganz unterschiedlichen Situationen und mit ganz unterschiedlichen Betonungen. Menschen, die uns kennen, haben eine Vorstellung von uns, sobald sie unseren Namen hören, auch dann, wenn wir nicht körperlich anwesend sind. Der gesprochene Rufname und die Bilder, die andere Menschen und wir selbst von uns gemalt haben (mit Gefühlen, Gedanken, Erinnerungen etc.), formen sich nach einigen Lehren zu einem Feld. Eine Ansammlung vieler verschiedener Informationen. Wenn wir uns an dieser Stelle vergegenwärtigen, in- wieweit auch Klänge Formen bilden können, so bleibt es spannend zu erforschen, wie groß der Einfluß des eigenen Rufnamens auf unser Wesen ist. Gerade auch im Hinblick auf die Frage, ob nicht auch Gedanken und Gefühle, ähnlich wie Klänge, FrequenzWellen er- zeugen und AusWirkungen haben?! Ebenfalls ist es sicherlich interessant zu hinterfragen, ob nicht ein Name selbst eine Art Informations-Feld bildet, welches wir bei Benennenung anzapfen bzw. mit diesem in Verbindung treten können?!?! In diesem Kontext gibt es eine weitere spannende Zutat. Es gibt Hinweise, dass unser Seelenkern seinen eigenen Ton bildet, wir also von unserer Grundstim- mung her eine unverwechselbare Klangstruktur be- sitzen. Dieser Seelenton schwingt in uns und wir können versuchen, uns diesem anzunähern. Durch viele Einflüße von Außen wird dieser Seelen- ton von anderen Frequenzen und Tönen überlappt und es bedarf einer längeren Reise in die Stille um diesen wieder lauter und klarer in sich erklingen zu lassen. Wenn Eltern den Namen ihres zukünftigen Kindes in der Stille erfahren und dieser in ihnen auftaucht, kann es sehr gut sein, dass dieser Name der Schwingung des Seelentones nahe kommt. Ein Geschehen, einer Inspiration gleich, bei dem aus den Tiefen des Seins sich ‘etwas’ hervorgräbt. Meist ist das Leben mit unterschiedlichen Schichten verwoben, die wir Menschen nicht immer zu überblicken vermögen. Ich bin der Überzeugung: Wir sind ein Klangkörper!  Mit all seinen vielfältigen Bestandteilen: Unser Name, der für uns klingt, unser Körper mit seinen Organen, als Gesamtkunstwerk und Klanggebilde mit vielen eigenständig, in ihrer Rhythmik, schwingenden Teil- stücken und unser innerer Kern, der als Seelenton in uns tönt - vereint in einem Ganzem.

Namen sind Schall und Rauch

In vielen spirituellen Traditionen können wir die Prozedur einer neuen Namensgebung beobachten, meist nach einer Initiation, ein 2. Name, meist mit dem Hintergrund, dass dieser neue Name die neue und veränderte innere Struktur besser abbildet, als der alte Name. Oftmals werden diese vergebenen Namen geheim gehalten, da die Annahme besteht, dass durch die Kenntnis des Namens Macht oder Einfluß über den Namensträger ausgeübt werden kann. Bei der Benutzung von Pseudonymen, die z.B. Autoren verwenden, ist es den Anwendern oftmals sehr wichtig, sich innerhalb einer anderen Energie-, Wort- und/oder Inhaltsstruktur bewegen zu können und mit Hilfe eines anderen Namens ist es ihnen dann möglich, sich dahinter zu verbergen bzw. diesen neuen Namen mit einem anderen Wesen aufzuladen. Es stellt sich zudem die Frage, inwieweit Worte formgebende Kräfte abbilden?! Mönche, die sich mit Klängen auf einer inneren Reise bewegten, empfingen in sich geometrische Figuren. Es sei hier auch an die Wasserklangbilder erinnert, die aufzeigen, dass Klänge und ihre Schwingungen ebenfalls solche Gebilde formen. ‘Dem Ding einen Namen zu geben’ gleicht oftmals einer Geburt ins Leben, einem Prozess des Erschaf- fens. Es findet sich die Verbindung zu den alten Schöp- fungsmythen wieder, bei denen der Klang eine elementare Rolle bei der Erschaffung der Ding-Welt zu spielen schien. Es ist wohl ratsam, manchmal besser hinzuhören!

Im Anfang war das

Wort

»Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geword- en ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.« JOHANNES 1,1-4

Jeder Mensch ist Musik

»Jeder Mensch ist Musik - ewige Musik - Tag und Nacht er- klingend. Intuitive Wesen können diese Musik hören. Aus diesem Grunde gibt es Menschen, die dich abstoßen und andere, die dich anziehen. Was dich in Wirk- lichkeit abstößt und anzieht, ist die Musik, die in einem Mensch- en schwingt.« Joachim-Ernst Berendt, Nada Brahma
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Auf der Suchen nach dem einen Ton Als Kakua, einer der frühen Zen-Weisen im Japan des 9. Jhd., von einer Reise durch ferne Länder zurückkehrte, bat ihn der Kaiser zu sich und trug ihm auf, ihm alles zu berichten, was er auf seiner Reise erlebt hatte. Kakua verneigte sich tief, schwieg lange, nahm die kleine Bambus-Flöte, die er stets bei sich trug, aus der Tasche und spielte einen einzig- en Ton, schwieg erneut, verneigte sich noch tiefer als vorher und ging. Der Kaiser war ratlos. Aber er bewahrte diesen einen Ton in seinem Herzen, und – so wird be- richtet – in hohem Alter fand er Erleuchtung. In Georgien – im Süden dessen, was einmal die Sowjetunion gewesen ist – lebte im 18. Jhdt. ein Ehepaar. Der Mann war ein Cellospieler – einer der Großen seiner Zeit, der alles, was bis damals für sein Instrument komponiert worden war, virtuos beherrschte. Je älter aber er wurde, desto weniger spielte er und desto mehr legte er darauf Wert, dieses Wenige in höchster Vollendung der Tongebung zu spielen. Als er nun ganz alt war, spielte er nur noch einen einzigen Ton, diesen aber so wunderbar, wie man es nie zuvor von einem Cello gehört hatte. Seiner Frau war das langweilig – täglich stunden- lang der gleiche Ton! Schließlich wußte sie, was für einen begnadeten Cellospieler sie zum Mann hatte. Nun geschah es, daß in diese kleine georgische Stadt eines Tages ein Orchester kam und ein Konzert gab. Die Frau ging voller Erwart- ung hin, hörte erregt zu, kehrte begeistert zurück und berichtete ihrem Mann: »Da waren aber ganz viele Cellisten in diesem Orchester, und die spielten rauf und runter, viele verschiedene Töne – und du spielst immer nur den einen Ton.« Darauf der Mann: »Die suchen noch.«  
Sich einstimmem mit Stimmgabeln
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